Wie mir Minimalismus meine Freiheit zurückgegeben hat

Vor knapp 2 Jahren habe ich mich von vielen meiner Habseligkeiten getrennt und sie verschenkt, versteigert oder weggeworfen. Das waren die ersten notwendigen Schritte, um 1 Jahr später mein komplettes Leben in einen großen Rucksack zu packen und um die Welt zu reisen..

Und ich reise immer noch. Während ich das hier schreibe, sitze ich gerade in einem Café in Aguascalientes, Mexiko und ich kann nicht aufhören daran zu denken, wie sehr mir der »Minimalismus«-Lifestyle meine Freiheit zurückgegeben hat.

Wie mir Minimalismus meine Freiheit zurückgegeben hat

Mein Leben besteht aus 2 Taschen:

  • Mein großer Rucksack (65L), in dem ich weniger als 17kg an Klamotten, Schuhe usw. rumtrage.
  • Ein Tagesrucksack, in dem ich mein MacBook, Drohne, Ladegeräte, Kamera, Kindle Ebook-Reader und Equipment aufbewahre.

Und natürlich mein Longboard, das ich seit meinem USA-Roadtrip immer dabei habe, was ich aber unter dem Arm mit mir trage.

Ich habe genügend Dinge, die mich warm und trocken hielten, während meiner kalten Tage in Kanada oder während ich durch den schmuddeligen Dschungel in Peru gewandert bin.. Aber immer noch so gut gekleidet, damit ich in einem schicken Restaurant essen gehen kann.




Auch, wenn ich nicht so viel kreativen Spielraum für meine Outfits oder Fashion habe. Ich habe mehr als genug dabei, um mich nicht in irgendeiner Weise eingeschränkt zu fühlen.

Aber diese »Freiheit« von der ich spreche, geht weitaus tiefer als Kleidung oder Accessoires.. Es ist ein Lifestyle, dessen Wahl jede Menge Vorteile mit sich bringt.


Jetzt, bevor ich tiefer einsteige, möchte ich etwas klar machen.. Ich bezeichne mich nicht als »Minimalist«. Für mich klingt das nach zu vielen Regeln und Vorschriften, nach denen es andere Menschen vorziehen, zu leben.

Ich glaube, ein Minimalist zu sein, oder mit so wenig Gepäck wie möglich zu leben, kann viele positive Dinge mit sich bringen.. Und ein Minimalist zu sein sollte bedeuten, sein Durcheinander im Leben zu reduzieren, beides körperlich und geistig.

Hier steht geschrieben, wie Minimalismus mir die Freiheit zurückgegeben hat.. Vielleicht könntest du ein paar dieser Ideen ausprobieren:

#1. Unterkunft

Meistens schlafe ich auf der Straße…. haha nur Spaß.

Ich habe weder ein Haus noch ein Apartment und meine Unterkunft verändert sich oft. Aber meistens reise ich für einen Monat von einem Ort zum anderen.

In fast jedem Ort miete ich ein Airbnb. Wenn du nicht weißt was das ist, du mietest ein voll ausgestattetes Haus oder Apartment von jemand anderes und bezahlst pro Nacht oder pro Monat für deinen Aufenthalt.

Es kann ein bisschen teurer sein, als ein Haus für ein Jahr zu mieten oder in einer Wohnung zu wohnen. Aber die Flexibilität zu reisen, macht es wieder gut.

Der beste Part dabei ist, dass du dein zukünftiges Zuhause voll ausgestattet bekommst, außer das Essen.. und weil du deine ganzen Besitztümer immer dabei hast, fühlst du dich gleich wie Zuhause.

Wenn du dir dein Traum-Apartment oder Zuhause vorstellst, wie würde es aussehen?

  • Vielleicht willst du eine kleine Strandkabine, die kurz vor dem Karibischen Meer liegt.
  • Oder ein schönes Hochaus-Apartment mit Blick über ganz São Paulo.
  • Oder etwas irgendwo im Busch, eine kleine Hütte z.B. in Mindo, Ecuador.

Ich habe überall dort gelebt und jeder Ort war wunderschön auf seine eigene Art und Weise.

Der Grund warum ich diese Art zu leben liebe, ist, ich muss keine Rechnungen begleichen wie Strom und Wasser etc.

Ich packe meine Sachen und gehe, wenn mir danach ist..

Nur 1 Minute Fußweg von meinem Airbnb entfernt in Brasilien

#2. Arbeiten & Spielen

Mit minimalem Besitz zu leben, muss nicht einschränkend sein…

Ich arbeite von meinem Computer. Ich habe ein MacBook Air 13″ und ein iPhone 7 Plus. Das Internet ist ein hervorragendes Instrument. Von meinem kleinen Computer und meinem iPhone habe ich Zugriff auf die neuesten Filme, TV-Serien, Bücher, Nachrichten und Arbeit.

Ich kann immer herausfinden, was in der Welt abgeht, solange ich eine Internet-Verbindung habe.

Ich habe immer ein HDMI-Kabel dabei, weil es in den meisten Apartments große Fernseher gibt. Also schließe ich fix meinen Computer an und kann mir die Fußball-Bundesliga auch in Rio de Janeiro auf meinem Fernseher im Wohnzimmer anschauen, so wie ich es Zuhause machen würde.




Zum Arbeiten: Ich lebe von Social Media Advertising. Ich habe mich auf diesen Bereich spezialisiert, weil ich die Arbeit auf meinem Computer erledigen kann. Anders, als ich als Verkäufer bei H&M im Geschäft gestanden habe und über 8 Stunden physisch anwesend sein musste, um ein Einkommen zu bekommen.

Ich verstehe, dass dir nicht jeder Job diese Freiheit geben kann, aber mit ein wenig Kreativität, können es viele. Vor allem Buchhalter, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Designer, Web-Designer (was ich auch gerne mache), usw. Wenn du einen Internet basierten Job hast, dann bist du schon auf halber Strecke.


#3. Gesundheit

Ich gebe zu, dass es sehr hart sein kann, fit zu bleiben, während man reist. Aber es gibt einige Dinge, die ich immer durchziehe, um den Aufwand zu minimieren und in angemessener Form zu bleiben. *Ich bin kein Fitness-Model

Ich mache »intermittierendes Fasten«. Ich esse 16 Stunden am Tag gar nichts und esse all mein Essen in einem 8 Stunden Fenster.

Normalerweise esse ich 2 große Mahlzeiten am Tag. Es vereinfacht die ganze Überlegung hinter dem Thema Essen und hilft, die Kalorienzufuhr zu beschränken, ohne sich groß Gedanken zu machen oder eine Diät zu führen.

Ich bin kein Experte was das Thema angeht, aber hier sind zwei coole Anlaufstellen, die ich dir empfehlen kann. Also check sie mal aus: Brandon Carter, Kinobody.

Soweit Minimalismus geht, es ist einfach. Ich muss nur zwei Mal täglich an Essen denken.


#4. Fitness

Mein Gym ist mein Laptop.

Ich nutze super gerne YouTube zum Suchen von bestimmten Workouts oder auch gerne Apps auf meinem iPhone. Wenn ich neu in einer Stadt bin, dann jogge ich durch die Nachbarschaft, um mich mit allem schnell vertraut zu machen. Für mich ist das ein einfacher und toller Weg, die Stadt zu erkunden.


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Um schneller von A nach B zu kommen, habe ich mein Longboard auf meiner Reise dabei. Es ist klein genug, damit ich es in den Flieger nehmen kann und groß genug, um schnell durch die Straßen zu düsen.

Ich liebe es außerdem zu surfen. Das ist definitiv ein hervorragendes Workout!


#5. Beziehungen

Sobald du nicht mehr so viel Zeit und Aufmerksamkeit den unwichtigen Dingen zuwendest, kommen deine Beziehungen besser zum Vorschein. Du bekommst mehr Zeit, dich um die zwischenmenschlichen Beziehungen zu kümmern. Für mich einer der wichtigsten Gründe, warum ich so gerne reise. Einige von den Freundschaften, die ich vor 10 Monaten geschlossen habe, halten noch heute, und ich durfte viele von ihnen auf meiner Reise um die Welt ein zweites oder drittes Mal sehen.

Etwas mehr kannst du in diesem Beitrag nachlesen, da habe ich auf meinem Minimalismus-Blog bereits über das Thema Beziehungen geschrieben.

http://simplify-yourself.com

#6. Kleidung

Für die Mädels unter euch: Ihr könnt immer noch eine Menge Klamotten haben.

Ihr bekommt jede Menge in einen großen Rucksack. Die einzige Sache, die ich tue, ist, ich gebe die Sachen weg, die ich nicht mehr trage.

Ich habe mir folgendes angewöhnt: Erst wenn ich etwas nicht mehr gerne trage, schaffe ich mir etwas Neues an. Oder, wenn ich mir z.B. ein neues T-Shirt besorgen will, dann muss ein anderes dafür weichen. Wenn ich also etwas ersetzen will, dann entscheide ich mich ebenso dafür, dass eine andere Sache nicht mehr in den Rucksack gehört.


Es hat eine Weile gedauert, um den Lifestyle zu adaptieren und ich habe keine Kinder, also muss ich zugeben, dass es einfach für mich war.

Aber mein Leben von Gegenständen zu befreien, war eine der besten Sachen, die ich je gemacht habe. Ich glaube bei Minimalismus geht es nicht darum, sich von den Dingen fernzuhalten, die du willst, sondern es geht mehr um das Tragen von weniger Gepäck, sei es geistig oder körperlich.

Ich hoffe du kannst einige der Ideen für dich anwenden!

Timo – (HINREISEND)

PS: Wenn dir das gefallen hat, bitte teile es mit jemandem, der es gut gebrauchen kann, weniger »Dinge« im Leben zu besitzen… ODER du kennst einen Hamsterer, poste den Artikel einfach in seine Timeline und schaue, was passiert 😉




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